Römisch-Kath. Kirche Peter und Paul Utzenstorf
Wort des Monats Januar 2012
Gute Vorsätze – gute Taten
Zum Beginn eines neuen Jahres gehören, wie die guten Wünsche, immer wieder auch viele Vorsätze für die kommenden 365 Tage. Ja, die meisten von uns sehen im Jahreswechsel eine günstige Gelegenheit, das eigene Leben etwas umzukrempeln, alte Versäumnisse zu korrigieren oder neue Tugenden zu entdecken, und das ist auch gut so. Gemessen an den vielen Vorsätzen wird jedoch nur ein kleiner Teil davon in die Tat umgesetzt, nicht nur, weil der Wille zwar vorhanden wäre, das Fleisch aber schwach ist. Auch der Alltag hat uns schneller eingeholt, als uns lieb ist: wie bald sind doch die Vorsätze wieder vergessen oder wir merken, dass wir uns mit den gesteckten Zielen einfach überfordert haben. Kein Wunder, wenn nur ein kleiner Teil unserer Vorsätze den Monat Januar überlebt! Gute Absichten sind zwar lobenswert, was zählt, sind aber die Taten! Nehmen wir uns nicht zu viele oder zu hohe Ziele vor, damit wir den Mut nicht verlieren, diese aber mit Ausdauer und Freude erreichen. Wir können ohnehin nicht die ganze Welt verbessern, wenn wir aber in unserer unmittelbaren Umgebung jenes verwirklichen, das in unserer Macht steht, können wir bereits Grosses erreichen.
Auch die Heilsgeschichte Gottes ist eine Geschichte seiner Taten und seines Handelns an uns Menschen: von der Erschaffung der Welt über die Gründung seines auserwählten Volkes, von dessen Befreiung aus der Knechtschaft über die unzähligen Aufträge an die Propheten, dieses Volk vor dem Verderben zu bewahren und es wieder auf die Wege Gottes zu führen – kein einziger Schritt ist blosse Idee Gottes geblieben, sondern wurde immer wirksam und lebendig, indem die Absicht Gottes in die Tat umgesetzt wurde. Zuletzt ist Gott sogar selber Mensch geworden, auch dies ist nicht nur eine Idee geblieben. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Joh 1,14)
Die Menschwerdung Gottes
Möge uns die Menschwerdung Gottes bewegen, gute Taten nicht nur zu planen, sondern sie mit der Kraft und der Hilfe Gottes auch zu verwirklichen, nicht nur am Beginn des neuen Jahres, sondern ein ganzes Jahr, ja ein ganzes Leben lang. Dabei begleite Sie der dreifaltige Gott mit Seinem Segen.
Giovanni Gadenz, Diakon
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