Donnerstag, 1. September 2016

Römisch-Kath. Kirche Peter und Paul Utzenstorf

Wort des Monats August 2016

9. August: Fest der Heiligen Theresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)

Oft hört man folgende Aussage: „Ja, früher, als die Heiligen lebten, war es viel einfacher, heilig zu werden. In unserer Zeit ist das praktisch unmöglich.“ Mit „früher“ ist meist die Frühzeit des Christentums gemeint, in der das Martyrium für die Christen an der Tagesordnung war, oder das Mittelalter, das auch grosse heilige Frauen und Männer hervorgebracht hat. Es wird aber vergessen, dass es daneben bei Gott bestimmt noch unzählig viele Heilige gibt, die nie kanonisch heiliggesprochen wurden, die aber aufgrund ihres Lebens einen besonderen Platz verdient haben. Und es gibt sie tatsächlich auch, jene grossen Heiligen aus unserer Zeit, die es aufgrund ihres besonderen Lebens oder Sterbens in den offiziellen Heiligenkalender gebracht haben.

Edith Stein (12.10.1891 – 09.08.1942) kam in Breslau zur Welt und wuchs in einer kinderreichen, streng jüdischen Familie auf. In Breslau und Göttingen studierte sie Philosophie, promovierte 1916 und wurde in Freiburg im Breisgau Mitarbeiterin des Philosophen Edmund Husserl. Nachdem sich Edith Stein mit dem Neuen Testament und mit den Schriften der Heiligen Teresa von Avila auseinandergesetzt hatte, liess sie sich im Alter von 31 Jahren taufen und konvertierte zum Katholizismus. In den nächsten Jahren wirkte sie als Lehrerin in Speyer und als Dozentin in Münster, bis ihr 1933 diese Tätigkeit von den Nationalsozialisten verboten wurde. 1933 trat Edith Stein in den Kölner Karmel ein und nahm den Namen Teresa Benedicta a Cruce (Teresia, die vom Kreuz Gesegnete) an; 1938 legte sie die Ewigen Gelübde ab. Um das Kloster und ihre Mitschwestern nicht in Gefahr zu bringen, übersiedelte sie an Neujahr 1939 in das holländische Kloster Echt. Ihre Schwester Rosa folgte ihr ein Jahr später dorthin und trat ebenfalls in den Karmeliterorden ein. Am 2. August 1942 wurden die beiden Schwestern von der Gestapo abgeholt und am 7. August nach Auschwitz deportiert. Bei ihrer Verhaftung sagte Edith zu ihrer Schwester: „Komm, wir gehen für unser Volk.“ Und die Mitgefangenen auf dem Weg in Konzentrationslager tröstete sie mit den Worten: „Was immer auch kommen mag, ich bin auf alles gefasst. Jesus ist auch hier mitten unter uns.“ Am 9. August starben Edith und Rosa Stein in der Gaskammer.  

Edith Stein wurde am 1. Mai 1987 von Papst Johannes Paul II. in Köln seliggesprochen. Die Heiligsprechung fand am 11. Oktober 1998 in Rom statt. 1999 wurde Edith Stein – zusammen mit der Heiligen Birgitta und der Heiligen Katharina von Siena – zur Patronin Europas erklärt.  

Giovanni Gadenz, Diakon 


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