Römisch-Kath. Kirche Peter und Paul Utzenstorf
Wort des Monats Februar 2012
Der Monat Februar lässt uns in besonderer Weise auf unsere Kranken schauen, um mit ihnen und für sie zu beten: Am 11. Februar feiert die Kirche das Gedächtnis Unserer Lieben Frau von Lourdes, zu der zahllose Kranke pilgern in der Hoffnung auf ihr fürbittendes Gebet um Gesundung. Es ist zugleich der „Welttag der Kranken“, auch von daher sind sie unserem Gebet anvertraut.
Im kranken Mitmenschen können wir Jesus erkennen: „Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ So sagt er es im Gleichnis vom Endgericht. Die Barmherzigkeit hat uns Jesus zur Aufgabe gemacht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist, sagt er ein anderes Mal. Ja, wie er selbst auch barmherzig zu den Menschen war, voll Mitleid in seinem Inneren.
Die Menschen können aber auch in unserem barmherzigen Tun Jesus erkennen, der durch unsere Hände und durch unser Gebet, in unserer Nähe zu den Kranken gegenwärtig wird und ihnen zum Heiland wird.
Am 12. Feb, den 6. Sonntag im Jahreskreis lesen wir Mk 1,40–45 in der Messe.
Der Aussätzige im Evangelium ist berührt worden von Jesus.
Als Aussätziger berührt werden? Eine absolute Unmöglichkeit!
Einen Aussätzigen kann und darf man nicht berühren.
Zum einen ist die Ansteckungsgefahr viel zu groß, zum anderen verbietet es – ein strenges Gesetz.
Jesus denkt nicht an die Gefahr, er denkt an den Menschen. Und er schenkt ihm das, was dieser Mensch seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt hat, wonach er sich mehr sehnt als nach allem anderen auf der Welt: dass ihm ein anderer Mensch nahe kommt und ihn berührt, ihm Wärme und Mitmenschlichkeit schenkt.
Was da passiert, ist mehr als Berührt sein und Betroffenheit! Es ist nicht in Worte zu fassen: Ein Mensch, der unter Lebenden als Toter gelebt hat, darf sich plötzlich wieder als Mensch fühlen.
Menschen, die von Jesus geheilt wurden, gingen als verwandelte Menschen weiter auf ihrem Weg. Auch wir wollen gestärkt und verwandelt unserer Wege gehen und die Dinge angehen, die auf uns zukommen.
Ihr Donsy Adichiyil, Pfarradministrator
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